Spagyrik

vendredi 8 février 2019
Rot. Jacqueline Ryffel, Geschäftsführerin Spagyros AGRot. Jacqueline Ryffel, Geschäftsführerin Spagyros AG

Aus dem Wochenbrief, verfasst von Rot. Inés Roethlisberger

Als wir ankamen, wurden wir schon gefragt, ob wir gerne ein Glas Wein hätten, denn der Apéro sei offeriert – ganz herzlichen Dank an Rot. Rolf Bolliger, der uns zu seinem 25. Geburtstag ☺ eben einlud. Als der Präsident Rot. Martin Riesen zu Tisch gebeten hat, wurde in meiner «Ecke» v.a. über das Gesundheitswesen in Riggisberg gesprochen. Frage: Neben wem bin ich gesessen? Dies gab aber einen sehr guten Einstieg auf den Vortrag, welcher das Thema Spagyrik behandelte. Rot. Jacqueline Ryffel, Apothekerin, Mitbegründerin des Berner Frauenlaufs und heute Geschäftsführerin von Spagyros, Worb erläuterte uns eindrücklich, was eben Spagyrik ist und wie sie hergestellt und angewandt wird. Und als Top-News erfuhren wir, dass Galenica sich an der Firma Spagyros beteiligt in Zukunft. Das heisst, dass die Mitarbeitenden von Galenica in kompelementärmedizinischem Wissen ausgebildet werden, weil eben Spagyrik in den Bereich der Komplementärmedizin gehört. Der Hauptsitz von Spagyros befindet sich in Worb, es arbeiten dort 22 Mitarbeitende. In der Filiale im Jura – wo es im Garten rund 500 verschiedene Pflanzen hat, welche von Hand gepflückt oder gesammelt werden, immer als gesamte Pflanze, inkl. den Wurzeln – sind es 8 Personen, in Deutschland 7 und 8 Mitarbeitende sind im Aussendienst tätig. Total bietet also Spagyros 35 Personen eine Arbeitsstelle. Das Alleinstellungs-Merkmal (USP) von Spagyros ist, dass es eine kleine Firma ist, welche die gesamte Wertschöpfungskette im Hause bietet: von der Pflanze zur Anwendung! Darum ist die Natur auch der wichtigste Partner von Spagyros und von Swissmedic offiziell anerkannt. Die Grundlagen der Kompelementärmedizin sind gesetzlich verankert.


Als Beispiel, wie die Pflanzen verarbeitet werden, erzählte uns Frau Ryffel von der Kamille. Kamille kann zu Tee verarbeitet werden, dieser verdirbt aber relativ rasch. Wenn man Alkohol beimischt, entsteht eine Tinktur. Urtinktur nennt man eine Flüssigkeit, welche aus der frischen Pflanze gewonnen wird. Aus Kamille kann man auch Globuli, Ampullen, ätherisches Öl ebenso wie spagyrische Essenz herstellen. Und je nach Aufbereitung wirkt die Pflanze eben anders.
Spagyrik kann man vergleichen mit Alchemie, denn aus einem Stoff wird ein edlerer Stoff hergestellt. Oftmals kann unser Körper mit einem Stoff nichts anfangen, man muss ihn zuerst bearbeiten, damit er aufgenommen werden kann (z.B. Mehl braucht Hefe und Wasser, Zucker und Wärme, damit Brot entsteht und gegessen werden kann). So dauert der Prozess zur Herstellung von Spagyrik mind. 3 Monate und als Spray wird er über die Schleimhäute aufgenommen. Gemmotherapie besteht aus Pflanzen, von welchen nur die Knospen zur Bearbeitung genommen werden. Zu guter Letzt erläuterte uns Frau Ryffel, welche übrigens Rotarierin im RC Bern-Rosengarten ist, was Spagyrom ist. Und zwar eine spagyrische Darreichungsform als Antibiotikumresistenz – ein Mittel aus der Natur gegen etwas, woran die Chemie beteiligt war – interessanter Ansatz…


Der Vortrag von Frau Ryffel war äusserst spannend – siehe auch ihre Präsentation in der Beilage. Martin Riesen bedankte sich mit Honig aus seines Vaters Produktion – ein passendes Geschenk. Und nicht zu vergessen: Rot. Stephan Bärtschi hat sich entschuldigen lassen, nicht einfach so, sondern weil seine Tochter Elina Lena am Dienstagmorgen zur Welt gekommen ist – ganz herzliche Gratulation dazu von uns allen!